Das Anti-Terror-Gericht in Pakistan hat Hafiz Mohammad Saeed, den Gründer der größten militanten Gruppe Pakistans, Lashkar-e-Taiba (LeT), endgültig verurteilt.

Saeed war auf der Fahndungsliste Indiens, einschließlich der Vereinten Nationen und der USA, und hatte ihm ein Kopfgeld von 10 Millionen Dollar auf den Kopf gestellt.

Darüber hinaus wurde Saeed beschuldigt, die Terroranschläge von 2008 in Mumbai geplant zu haben, bei denen 161 Menschen getötet wurden.

Die Tatsache, dass es so lange gedauert hat, Saeed hinter Gittern zu bringen, liegt zum Teil auch in seinen Verbindungen zum pakistanischen Militär. Darüber hinaus haben die zunehmende internationale Isolation Pakistans und seine lähmende Wirtschaft sowie die jüngste Gefahr, von der Financial Action Task Force (FATF) auf die schwarze Liste gesetzt zu werden, angeblich eine wichtige Rolle bei der endgültigen Aufdeckung von Saeed und seinen terroristischen Operationen gespielt.

Pakistan hat Saeed seit den Anschlägen vom 11. September in den USA mehrmals festgenommen, jedoch nie wegen spezifischer Anklagen angeklagt und ihn am Ende immer wieder freigelassen.

Nur die Zeit wird zeigen, ob Pakistan diesmal wirklich ernst ist oder nur, um die FATF zu befriedigen.