Laut einer neuen Studie von Kathleen Treseder, Ökologe an der University of California in Irvine, Pilze spielen eine bedeutende Rolle bei Klimawandel und Umweltverschmutzung. Bei ihrer Forschung untersucht Treseder wie Pilze das Klima beeinflussen können und umgekehrt.

„Pilze sind wichtig zu berücksichtigen“, sagt sie. „Sie können nahezu jeden Aspekt von Ökosystemen beeinflussen, insbesondere Prozesse, die in Böden ablaufen.“

Treseder stellt Forschungsergebnisse aus ihrem Labor vor. Diese zeigen dass Pilze als Reaktion auf den Klimawandel unterschiedliche Lebensstile haben können. Diese Erkenntnisse können weiter in Rechenmodelle einfließen, die Ökosysteme zu stimulieren.

„Wir können möglicherweise Veränderungen des atmosphärischen Kohlendioxidgehalts und des Klimawandels besser vorhersagen“, sagt Treseder. „Dadurch können wir abschätzen, wie stark, wann und wo sich der Klimawandel auf die menschliche Gesellschaft auswirkt.“

Weiterhin berichtet Treseder, Pilze seien auch großartige Zersetzer. Unter andere Funktionen, bauen sie organisches Material ab, um Nährstoffe und Energie herzustellen. Dieser Prozess braucht komplexe Chemikalien in einfachere Elemente wie Kohlenstoff.

„Pilze sind ein wesentlicher Bestandteil des globalen Kohlenstoffkreislaufs“, erklärt Treseder. „Sie können Kohlenstoff aus zersetzendem Material als Kohlendioxid in die Atmosphäre befördern.“

Weiterhin berichtet Treseder, dass Pilze jedoch nicht nur Kohlenstoff frei setzen. Sie können es auch aufbewahren. Beispielsweise kann Umweltstress dazu führen, dass Pilze ihre Zellwände stärken. Dies braucht weiter organische Verbindungen, die Kohlenstoff enthalten. Diese Kohlenstoffverbindungen können Jahre bis Jahrzehnte oder sogar länger im Boden verbleiben.