Der Chief Operating Officer der Credit Suisse ist zurückgetreten, nachdem eine Untersuchung ergab, dass er die Überwachung einer Führungskraft eingeleitet hatte, nachdem er zu UBS gewechselt war.

Im September wurden Privatdetektive eingestellt, um den ehemaligen Chef des Vermögensmanagements der Schweizer Bank, Iqbal Khan, in einem Skandal zu verfolgen, der die sonst so ruhige Welt des Schweizer Bankwesens erschüttert hat.

Khan verließ die Bank im Juli.

Es gab keinen Hinweis darauf, dass Geschäftsführer Tidjane Thiam, der sich mit Khan gestritten hatte, über die Überwachung Bescheid wusste.

Thiam ist seit vier Jahren Chef der Credit Suisse und hat die globale Investmentbank grundlegend überarbeitet, um mit dem größeren Schweizer Konkurrenten UBS mithalten zu können.

Der 43-jährige Khan, der mit zwölf Jahren aus Pakistan in die Schweiz kam, galt als ehrgeiziger Manager, der die Aufgabe hatte, die Strategie von Thiam in die Tat umzusetzen. Er hatte die Gewinne im Bereich International Wealth Management der Bank verdoppelt.

Zunächst lobte und beförderte Thiam den jüngeren Bankier. Es gab jedoch Berichte, wonach sich eine persönliche Feindseligkeit entwickelt hatte, die sich verstärkte, nachdem Khan ein Grundstück am Zürichsee gekauft und zwei Jahre lang saniert hatte, das einem Grundstück seines Chefs benachbart war.

Medienberichte deuten darauf hin, dass es im Januar zu einer Auseinandersetzung zwischen Herrn Khan und seiner Freundin bei einer Cocktailparty kam, die der Geschäftsführer in seinem Haus über Bäumen veranstaltete, die auf dem Grundstück von Thiam gepflanzt waren. Kurz darauf gab Khan seinen Ausstieg aus der Credit Suisse bekannt.