Der russische Präsident Vladamir Putin sandte Berichten zufolge am 19. September schriftliche Vorschläge an „mehrere Dutzend“ europäische Hauptstädte sowie an die EU-Außenagentur und den NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, um ein Moratorium für den Einsatz der zuvor untersagten ballistischen Raketen vorzuschlagen Russlands Interfax-Nachrichtendienst berichtete über den Vertrag über die Intermediate Range Nuclear Forces (INF).

Warum es wichtig ist: Es scheint, dass Moskau eine weitere Formalisierung der erklärten Absicht anstrebt, solche Waffen nach dem Zusammenbruch des INF-Vertrags nicht in Europa einzusetzen. Ein offizielles Moratorium würde zwar nicht die Möglichkeit ausschließen, dass eine der Parteien im Geheimen versucht, solche Raketenfähigkeiten im europäischen Theater einzusetzen, aber zumindest eine zusätzliche Barriere darstellen.

Hintergrund: Der Untergang des INF-Vertrags zwischen den Vereinigten Staaten und Russland im Oktober 2018 hat die Befürchtungen über erneute Raketeneinsätze im europäischen Theater geschürt, obwohl beide Länder erklärt haben, dies nicht beabsichtigt zu haben.