Beamte in der ostdeutschen Stadt Weimar haben Restaurants angewiesen, den Namen berühmter Döner Kebabs in ein deutsches Wort zu ändern. Dementsprechend wird eines der beliebtesten Gerichte auf den Speisekarten nun als Drehspiess bezeichnet, berichtete der deutsche Sender Deutsche Welle.

Die Änderung beruhe auf einer jahrzehntelangen Richtlinie, die viele Städte ignoriert hätten. Mit einer 31-jährigen Bundesrichtlinie wird beschrieben, was genau ein Döner Kebab in Deutschland ist.

Gemäß den vom Lebensmittelbeirat des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft empfohlenen „Richtlinien für Fleisch und Fleischerzeugnisse“ muss das in Fladenbrot servierte Fleischgericht bestimmten Vorschriften entsprechen.

Die Richtlinien sehen vor, dass das Fleisch aus Lamm- oder Rindfleisch besteht und der Anteil an Hackfleisch 60 Prozent nicht überschreitet. Nur Salz, Ei, Gewürze, Öl, Zwiebeln, Milch und Joghurt können in die Schüssel gegeben werden.

Werkseitig hergestellter Döner, der industrielle Geschmacksverstärker enthält, erfüllt die Anforderung nicht.

Die Restaurantbesitzer in Weimar, einer der wenigen Städte, die die Empfehlung durchsetzen, sind von der Änderung enttäuscht und sagen, dass die Kunden immer noch nach einem Döner-Kebab fragen, dessen türkische Bedeutung „rotierend“ ist.

Insgesamt 3 Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln leben in Deutschland, wo Döner Kebab wohl das beliebte Fast Food ist.