Porsche wird seine Fahrzeuge erstmals in den USA online verkaufen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Zunächst führt das Unternehmen ein Pilotprogramm durch, das mit 25 seiner in den USA ansässigen Händlerpartnern angeboten wird. Der Autohersteller sagt jedoch, dass es den US-amerikanischen Markt für eine größere Gruppe der 191 unabhängigen Porsche-Händler weiter abdecken könnte die derzeit in den USA tätig sind

Im Rahmen des Pilotprojekts können Porsche-Käufer sowohl neue als auch gebrauchte Lagerfahrzeuge aussuchen und bestellen. Der Vorgang ist jedoch noch nicht vollständig online. Käufer müssen sich erst noch bei einem Händler melden, um die endgültigen Unterlagen zu unterschreiben und zu übernehmen Lieferung ihres neuen Autos. Das gesamte Heben von Lasten wird jedoch online abgewickelt, einschließlich Finanzierungs- und Zahlungsberechnungen sowie Kreditgenehmigungen und jeglicher Versicherungsoptionen, die ein Käufer seinem Kauf hinzufügen möchte.

US-Online-Käufer können dies alles über neue Bereiche tun, die auf den Websites der am Programm teilnehmenden Händler integriert sind. Gleichzeitig führt Porsche in Deutschland den Online-Fahrzeugverkauf zentral über die eigene Website „www.porsche.de“ ein. Dabei handelt es sich um einen Pilotversuch, mit dem das Wasser für eine breitere europäische Einführung getestet werden soll.

Online-Autoverkäufe sind nicht neu, aber in den meisten Märkten, insbesondere in den USA, in denen das bestehende unabhängige Händlersystem fortbesteht, noch nicht weit verbreitet. Tesla stützte sich jedoch stark auf den Online-Fahrzeugverkauf, was zum Teil auf die mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit unabhängigen Händlerpartnern und auf die mangelnde Flexibilität staatlicher Gesetze zum Schutz dieses Systems zurückzuführen war. Die Investition des Autoherstellers in den automobilen E-Commerce hat jedoch eindeutig andere dazu inspiriert, diesem Beispiel zu folgen.