Italienische Behörden geben an, einen von der Mafia betriebenen Kunststoffrecyclingring zerschlagen zu haben, der giftiges Material von der südlichen Insel Sizilien nach China transportiert hat.

Der Betrug wurde während einer vierjährigen Untersuchung aufgedeckt, nachdem in Italien Schuhe aus China mit dem kontaminierten Kunststoff zum Verkauf angeboten wurden. Nach Angaben der Polizei wurden 15 Personen in einer Reihe von Straftaten festgehalten, darunter Erpressung und Abfallhandel.

Unter ihnen befand sich der mutmaßliche Rädelsführer Claudio Carbonaro. Er war einmal Polizeizeuge gewesen, kehrte aber 2013 nach Sizilien zurück und übernahm ein befürchtetes Mafia-Syndikat.

Anschließend stieg er in den lukrativen Handel mit giftigen Kunststoffen ein.

Claudio Carbonaro sei „in den 1980er und 1990er Jahren für grausame Verbrechen verantwortlich, darunter über 60 Morde“, teilte die italienische Polizei der Nachrichtenagentur AFP mit.

Die Festnahmen fanden am Donnerstag in und um die sizilianische Stadt Ragusa statt.