In Bezug auf einen Dieselemissionsskandal wurden drei ehemalige und aktuelle Volkswagen-Führungskräfte wegen Marktmanipulation festgenommen.

Im Jahr 2015 hatte das Unternehmen den Vorwurf des Betrugs bei Emissionstests und der Verwendung illegaler Software zugegeben. VW behauptete jedoch, es sei zuversichtlich, dass sich die Anschuldigungen als unbegründet erweisen würden.

Darüber hinaus informierten Quellen zufolge Geschäftsführer Herbert Diess, Vorsitzender Hans Dieter Pötsch und Ex-Chef Martin Winterkorn die Anleger nicht im Voraus über die finanziellen Auswirkungen.

Auf der Grundlage einer Erklärung der Anwälte des Unternehmens wird Diess weiterhin der Geschäftsführer des Unternehmens bleiben. „Das Unternehmen hat diese Angelegenheit mit Hilfe interner und externer Rechtsexperten seit fast vier Jahren akribisch untersucht. Das Ergebnis ist klar: Die Anschuldigungen sind unbegründet “, so die Quellen des Unternehmens.

Darüber hinaus stellten die Anwälte von Winterkorn und Pötsch fest, dass die beiden Männer untadelig waren. Der Anwalt von Diess bestätigte auch, dass der derzeitige Vorstandsvorsitzende sein Amt erst im Juli 2015 angetreten hatte und daher keine Vorstellung von der Intensität des Skandals hatte.

Der Volkswagen-Skandal ist im September 2015 aufgetaucht. Damals hatte das Unternehmen zugegeben, dass in den USA 600.000 Autos mit „Abschalteinrichtungen“ verkauft wurden, die auch Emissionsprüfungen vermeiden sollten. Dies folgte dem Rücktritt des damaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn. Diess übernahm nach dieser Epsiode.

Dies ist der zweite Vorwurf, den die Staatsanwaltschaft in Bezug auf den Dieselskandal in Deutschland erhoben hat. Winterkorn und drei weitere VW-Manager wurden im April wegen Betrugs angeklagt.

Winterkorn wurde neben einem Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht auch „besonders schwerer“ Betrug vorgeworfen. Darüber hinaus gab die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) an, sie habe die Anleger durch die Ausgabe von Milliarden Dollar in die Irre geführt und nicht mitgeteilt, dass sie Emissionstests betrogen habe.