Anlässlich eines Gedenkgottesdienstes in den Alpen wurde an einen durch die globale Erwärmung verlorenen Schweizer Gletscher erinnert.

Dutzende von Menschen nahmen am „Trauermarsch“ am Sonntag teil, um das Verschwinden des Pizol-Gletschers zu markieren. Der Gletscher in den Glarner Alpen im Nordosten der Schweiz ist auf einen winzigen Bruchteil seiner ursprünglichen Größe geschrumpft.

Wissenschaftler sagen, dass der Gletscher seit 2006 mindestens 80% seines Volumens verloren hat, ein Trend, der durch die steigenden globalen Temperaturen beschleunigt wird.

Während sich die Trauernden in den Schweizer Alpen versammelten, sind Jugendaktivisten und Weltführer in New York, um die Klimaschutzmaßnahmen bei den Vereinten Nationen zu diskutieren.

Der UN-Jugendgipfel am Samstag fand einen Tag statt, an dem Millionen von Menschen auf der ganzen Welt einen globalen Klimaschutzstreik veranstalteten, der von der 16-jährigen Aktivistin Greta Thunberg inspiriert wurde.

Einheimische, Wanderer und Umweltschützer, einige in schwarzer Kleidung, stiegen den Berg hinauf, um den Überresten des Gletschers auf rund 2.700 m Höhe nahe der liechtensteinischen und österreichischen Grenze ihren Respekt zu zollen.

Bei der Zeremonie sollten ein Kaplan und Wissenschaftler düstere Reden halten, und in Erinnerung an den Gletscher sollte ein Kranz niedergelegt werden.

Die Veranstaltung wurde von der Schweizerischen Vereinigung für Klimaschutz (SACP) organisiert, einer Initiative, die vorsieht, die Kohlendioxidemissionen in der Schweiz bis 2050 auf Null zu senken. Eine ähnliche Zeremonie fand letzten Monat in Island zum Gedenken an Okjokull statt, einen 700 Jahre alten Gletscher, der 2014 für tot erklärt wurde.