Die Koalitionsregierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich darauf geeinigt, einen Preis für die CO2-Emissionen festzusetzen, um das Klimaziel von 2030 zu erreichen und die Treibhausgase gegenüber 1990 um 55% zu senken.

Das Paket, das bis 2023 voraussichtlich 54 Milliarden Euro kosten wird, wurde beigelegt, als Protestierende gegen den Klimawandel in 500 deutschen Städten auf die Straße gingen. Der Schlüssel zum Geschäft ist ein Preis für die CO2-Emissionen im Verkehr und in Gebäuden.

Die Steuern auf Fernverkehrsschienen werden sinken, auf Flugreisen jedoch steigen. „Wir leben heute nicht nachhaltig“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel gegenüber Reportern, als Hunderttausende Demonstranten sofortiges Handeln forderten.

Die Freitagsbewegung für die Zukunft lehnte das von der größten europäischen Volkswirtschaft angekündigte Paket sofort als unzureichend ab. Die Bewegung übernahm den teil-englischen Hashtag „Not my Klima paket“ (nicht mein Klimapaket) und behauptete, 1,4 Millionen Demonstranten seien deutschlandweit auf die Straße gegangen. In der Hauptstadt Berlin seien 270.000 Menschen erschienen, weitere 70.000 in Hamburg und Köln. Die Polizeizahlen waren etwas niedriger.

Ziel ist es, dass die CO2-Preise ab 2021 schrittweise in Kraft treten und die CO2-Preise für Benzin und Diesel sowie für Gas und Heizöl gesenkt werden.