Die Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Donnerstag das Ende ihrer Rassismus-Untersuchung bei Schalke-Präsident Clemens Tönnies angekündigt.

Der DFB erklärte, seine Äußerungen seien zwar rassistisch, würden jedoch keine weiteren Schritte gegen ihn unternehmen. „Herr Tönnies konnte bei der eingehenden Anhörung und Befragung überzeugend zeigen, dass er kein Rassist ist“, sagte der DFB. Es zitierte Aussagen von schwarzen ehemaligen Schalke-Spielern mit Erfahrung von Tönnies sowie seine Arbeit gegen Rassismus im Fußball und in karitativen Bemühungen in Afrika.

Der Schalke-Vorstand hatte zuvor erklärt, dass Tönnies ‚Äußerungen gegen seine Antidiskriminierungspolitik verstießen. Es sei jedoch „zu dem Schluss gekommen, dass der Vorwurf des Rassismus unbegründet ist“. Tönnies trat vorübergehend für einen Zeitraum von drei Monaten zurück, nachdem die Schalke-Sonde geschlossen worden war.

Die Ergebnisse des DFB waren in dieser Hinsicht etwas kritischer. Nach einem „typischen Sprachverständnis“ waren Tönnies ‚Worte rassistisch: „Seine Kommentare wären zumindest dazu geeignet gewesen, rassistische Ideologien in anderen Bereichen zu unterstützen“, schlussfolgerte der DFB. Aber es ging weiter, um das Bedauern zu bemerken, das Tönnies seitdem gezeigt hatte. „Die Art und Weise, wie er sich von seinen Äußerungen und seinem Schock über diese Äußerungen distanzierte, ist für die Kommission glaubwürdig.“

Anfang des Monats sagte Tönnies mehr als 1.500 Menschen in Paderborn, dass es besser sei, 20 Kraftwerke pro Jahr in Afrika zu finanzieren, anstatt die Steuern zur Bekämpfung des Klimawandels zu erhöhen.

„Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie würden aufhören, Babys zu gebären, wenn es dunkel wird“, sagte er.

Seine Kommentare wurden in den Medien allgemein wegen ihrer rassistischen Untertöne kritisiert.

Der 63-Jährige entschuldigte sich später und sagte, er bedauere den Kommentar zur großen Zahl von Kindern in Afrika.

„Ich bin für eine offene und vielfältige Gesellschaft“, sagte er.

Beim deutschen Pokalspiel gegen den fünften SV Drochtersen / Assel forderten die Schalke-Fans Tönnies auf, den Verein zu verlassen, und zeigten rote Plakate mit seinem Namen hinter einem Banner mit der Aufschrift: „Wir zeigen Rassismus die rote Karte.“