Ein venezianisches Gericht hat den weltberühmten spanischen Architekten Santiago Calatrava wegen angeblicher Fehler, die seine Verfassungsbrücke über den Canal Grande verteuerten, zu einer Geldstrafe von 78.000 Euro verurteilt.

Die umstrittene Brücke war nach ihrer Eröffnung im Jahr 2008 mit Problemen behaftet. Der Rechnungshof machte Calatrava für die Überschreitung des Budgets verantwortlich: Die Brücke kostete 11,6 Mio. EUR anstelle von 7 Mio. EUR.

Das Gericht stellte fest, dass die Röhren die falsche Größe hatten, die Stufen zu schnell abgenutzt waren und Reparaturen für Rollstühle erforderlich waren. Die Probleme führten dazu, dass das Gericht den 68-jährigen Calatrava der „makroskopischen Nachlässigkeit“ beschuldigte.

Zum Zeitpunkt der Einweihung der Brücke verteidigte sich Calatrava gegen seine Kritiker und sagte, das Design sei technisch einwandfrei.

Der in Valencia ansässige Architekt hat viele internationale Auszeichnungen erhalten. Zu seinen Projekten gehörten der Turning Torso Tower in Malmö, Schweden, und das World Trade Center Transportation Hub in New York.

Es ist die erste Brücke im Zentrum von Venedig seit 125 Jahren und verbindet den Bahnhof Santa Lucia mit der Piazzale Roma. Die Brücke aus Glas und Stahl ist 94 m lang und zwischen 5,58 m und 9,38 m breit.