Die Polizei in Deutschland hat fast 200 schwarze Kreuze entfernt, die von rechtsextremen Aktivisten im Osten des Landes aufgestellt wurden.

Die sprühlackierten Holzkreuze zum Gedenken an die angeblich von Ausländern getöteten Deutschen wurden an Verkehrsschildern befestigt oder am Straßenrand gepflanzt. Die Polizei untersucht derzeit den Verdacht der Aufstachelung zu Rassenhass.

Laut offiziellen Angaben gibt es keine Beweise für rechtsextreme Behauptungen, dass Ausländer seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 Tausende Deutsche getötet haben.

Die schwarzen Kreuze tauchten ab 2014 in Deutschland auf, bevor 2015 ein großer Zustrom von Migranten ins Land kam. In den letzten Jahren wurden seitdem jeden Juli eine Reihe von Kreuzen aufgestellt.

Die in diesem Jahr aufgestellten Kreuze erschienen im nordöstlichen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Sie trugen fremdenfeindliche Parolen wie „Migration tötet“, „den Tod der Menschen stoppen“ und „wir vergessen die deutschen Opfer von Ausländern nicht“.

Viele erschienen in verarmten Gebieten. Lokale Medien zitierten Geheimdienstberichte mit der Aussage, dass die rechtsextreme Szene in der Region gut organisiert und vernetzt sei.