Deutschland hat ein spezielles Studienprogramm eingerichtet, um seine nationale Geheimdienstgemeinschaft aufzubauen. Es steht jedoch nur einigen wenigen – gründlich geprüften – Studierenden offen.

Der Masterstudiengang Intelligence and Security Studies (MISS) steht nicht jedem Bewerber offen. Nur Personen, die entweder beim deutschen Auslandsgeheimdienst, beim Militärischen Spionageabwehrdienst, beim Inlandsgeheimdienst oder bei den Streitkräften beschäftigt sind, dürfen sich einschreiben. Auf diesen Gebieten tätige Polizeibeamte und Beamte, die für Ministerien tätig sind, deren Tätigkeiten sich auf sensible politische und sicherheitspolitische Fragen beziehen, können sich ebenfalls bewerben. Um zugelassen zu werden, müssen die Studierenden genau wie die Dozenten einer gründlichen Prüfung unterzogen werden.

Der Studiengang wurde im Januar mit obligatorischen Einführungskursen für alle gestartet, die noch keine Erfahrung bei einem deutschen Geheimdienst haben. Nachdem diese Vorkurse beendet sind, sind alle Studierenden in Berlin angekommen, wo die Arbeit am eigentlichen Masterstudiengang stattfinden wird.

„Die Studierenden bilden eine sehr heterogene Gruppe“, sagte Jan-Hendrik Dietrich, Abteilungsleiter. „Es gibt wirklich junge Studenten der Streitkräfte, die erst 22 oder 23 Jahre alt sind. Aber es gibt auch einige von den Geheimdiensten, die sehr erfahren sind und an der Bedrohung gearbeitet haben, die von der extremen Rechten und Linken ausgeht. “ Dietrich sagte, dass diese Gruppen die Lernerfahrung bereichern, indem sie ihre Einsichten teilen.

Der Studiengang wurde über vier Jahre entwickelt. Ziel ist unter anderem die Verbesserung der verschiedenen deutschen Nachrichtendienste. Cyberangriffe und zahlreiche Informationsausschüsse zur Terrorzelle NSU (Neonazi National Socialist Underground) hatten eine Reihe schwerwiegender Schwachstellen aufgedeckt.