Ein französisches U-Boot, das seit mehr als 50 Jahren vermisst wird, wurde von einem Suchteam gefunden.

Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly twitterte die Ankündigung am Montag und beschrieb die Entdeckung als „Erleichterung und technische Meisterleistung“.

Zweiundfünfzig Seeleute befanden sich an Bord der Minerve, als diese im Januar 1968 in der Nähe des Hafens von Toulon an der französischen Südküste verschwand. Frühere Versuche, das U-Boot zu finden, blieben erfolglos.

Frau Parly kündigte Anfang dieses Jahres die neuen Bemühungen zur Genesung an, nachdem die Familienangehörigen erneut gebeten hatten, ihre Angehörigen zu finden.

„Wir haben gerade die Minerva gefunden“, twitterte Frau Parly (auf Französisch). „Es ist ein Erfolg, eine Erleichterung und eine technische Leistung. Ich denke an die Familien, die so lange auf diesen Moment gewartet haben.“

Das neue Suchteam hat Berichten zufolge die Unfalldaten, einschließlich der Gezeiten, erneut analysiert, um mithilfe neuer Technologien die Suche nach den Wracks zu erleichtern. Die letzte Entdeckung wurde von einem Boot der privaten US-Firma Ocean Infinity gemacht, teilte ein nicht genannter französischer Marineoffizier der Nachrichtenagentur mit.

Das vermisste U-Boot wurde 45 km von Toulon (2370 m) unter der Oberfläche gefunden, berichtet AFP. Der genaue Grund für den Unfall mit dem Minerve wurde nie enthüllt. Es war eines von vielen tödlichen Katastrophen, an denen in den 1960er Jahren U-Boote aus aller Welt beteiligt waren.