Revolution Chemnitz

Deutsche Staatsanwälte haben eine rechtsgerichtete Gruppe wegen terroristischer Straftaten angeklagt, bestätigten Beamte am Dienstag. Mitglieder der Revolution Chemnitz sollen die Gruppe im September mit der Absicht gegründet haben, Terroranschläge zu planen und durchzuführen.

Die Anklage wurde zunächst durch eine Zusammenarbeit von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung aufgedeckt und später von der Staatsanwaltschaft in Karlsruhe bestätigt. Mitglieder der Gruppe hatten angeblich geplant, am 2. Oktober 2018 einen bürgerkriegsähnlichen Aufstand in Berlin zu organisieren. Die Anklage der Staatsanwaltschaft beruhte zum Teil auf der Verwendung von Chat-Protokollen auf den Handys der Angeklagten.

Acht mutmaßliche Mitglieder befinden sich in Untersuchungshaft und sind der Polizei als führend in der rechtsextremistischen Szene in der Oststadt Chemnitz bekannt, die im vergangenen Jahr Schauplatz von Einwanderungsprotesten war. Der Prozess soll im Herbst vor dem Oberlandesgericht Dresden beginnen.

Einer der Angeklagten gab während des Verhörs Berichten zufolge zu, dass die Aktion in Berlin „Gesetze außer Kraft setzen“ und dass sie den Anschein erwecken wollte, dass Linke für die geplanten Aktionen verantwortlich sind.

Die Männer im Alter von 21 bis 31 Jahren führen angeblich die Skinhead-, Hooligan- und Neonazi-Szenen in der Region Chemnitz an. Sie wurden kurz nach der Gründung ihres angeblichen Bündnisses festgenommen.