Morandi Bridge

Abriss-Experten haben die Überreste der riesigen Morandi-Brücke in der italienischen Stadt Genua fast ein Jahr nach dem Einsturz des Bauwerks gesprengt. Tausende Menschen wurden vor Explosionen evakuiert, bei denen zwei große Türme, bestehend aus etwa 4.500 Tonnen Beton und Stahl, niedergerissen wurden.

Um die Türme herum wurden Wassertanks aufgestellt, um die Ausbreitung von Staub zu verhindern. 43 Menschen kamen ums Leben, als ein Teil der Brücke und die darauf fahrenden Autos im vergangenen August um 45 m stürzten.

Es löste eine heftige Debatte über die Sicherheit der italienischen Infrastruktur aus. Die Morandi-Brücke war ein wichtiges Bauwerk in Genua und diente dem stark frequentierten Autobahnnetz der A10, das die italienische Riviera bedient und Norditalien mit Frankreich verbindet.

Bei starken Regenfällen stürzte am 14. August 2018 ein 200 m langer Abschnitt der Morandi-Brücke zusammen mit einem der drei Haupttragtürme ein, wodurch Dutzende von Fahrzeugen im Stau zermalmt wurden.  Auf Eisenbahnstrecken, einem Fluss und einem Lager fielen Trümmer. Insgesamt 43 Menschen kamen ums Leben.

Die von Ricardo Morandi entworfene Brücke wurde 1967 fertiggestellt. Die Umstrukturierungsarbeiten wurden jedoch 2016 durchgeführt und einige größere Reparaturen wurden auch in den 1990er Jahren durchgeführt.

Eine solche Brücke ist normalerweise für eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren ausgelegt. Im Dezember erklärte sich der renommierte italienische Architekt Renzo Piano bereit, den Bau einer Ersatzbrücke zu überwachen, die voraussichtlich die teuerste in Europa sein wird.