Deutschlands Siemens

Siemens hat am Dienstag den Abbau von 2.700 Arbeitsplätzen im Bereich Stromerzeugung angekündigt, davon 1.400 in Deutschland. Die Entlassungen würden über mehrere Jahre hinweg stattfinden, teilte das Unternehmen mit. Die Stützpunkte in Berlin und im bayerischen Erlangen wären am stärksten von den Kürzungen betroffen.

Vorstandsmitglied Lisa Davis sagte, die Maßnahmen würden „uns helfen, mehr Wachstumschancen zu schaffen“. Diese jüngsten Kürzungen von Siemens kommen zu den im vergangenen Monat angekündigten 10.400 Stellen aus den Kernbereichen hinzu. Bis 2023 will das Unternehmen die Kosten um 2,2 Milliarden Euro senken.

Siemens teilte im Mai mit, dass es eine umfassende Umstrukturierung seiner Stromerzeugungssparte mit dem Namen Gas and Power vornehme, um 500 Mio. EUR (560 Mio. USD) einzusparen. Die Veränderungen umfassen die Abspaltung des Öl-, Gas- und Stromerzeugungsgeschäfts und die Schaffung neuer Wachstumsfelder.

Siemens-Chef Joe Kaeser plant, den Geschäftsbereich bis September nächsten Jahres an die Börse zu bringen. Obwohl langfristige Wartungsverträge weiterhin gute Gewinne erwirtschaften, ging der Umsatz im zweiten Quartal dieses Jahres auf 2,8 Mrd. € zurück.