Berlin setzt auf Mietstopp für fünf Jahre unter Wohnraumdruck

Die Berliner Linke hat einen Plan gebilligt, die Mieten in der deutschen Hauptstadt für die nächsten fünf Jahre einzufrieren. Die Mieten in der Stadt sind stark gestiegen, und es gab Kundgebungen, bei denen die Behörden aufgefordert wurden, den Wohnraum weiterhin bezahlbar zu halten.

Der Plan soll im Januar in Kraft treten. Es könnte sich um 1,4 Millionen Immobilien handeln, aber nicht um Sozialwohnungen – separat geregelt – oder Neubauten. Die durchschnittliche monatliche Miete für eine möblierte Berliner Wohnung liegt bei 1.100 Euro.

Eine internationale Vergleichswebsite, Housinganywhere.com, berichtet, dass mehrere europäische Großstädte für Mietwohnungen teurer sind als Berlin, darunter Barcelona, ​​Rotterdam und Mailand. Die Mieten in Berlin stiegen jedoch im ersten Quartal dieses Jahres um 7%. In den letzten zehn Jahren haben sich die Mieten verdoppelt, da die boomende Stadt zu einem Anziehungspunkt für Arbeitsuchende geworden ist.

Das teuerste Mietobjekt in Europa ist London: Laut Evening Standard kostet eine typische Zweizimmerwohnung in Southwark nahe der Londoner Innenstadt monatlich 1.573 GBP (1.760 EUR). Der vom Senat verabschiedete Berliner Gesetzesentwurf wird deutschlandweit mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, da auch anderswo, beispielsweise in Hamburg, zahlreiche Beschwerden über die Wohnkosten vorgebracht wurden. Das Berliner Landtag muss noch darüber abstimmen. Die linksgerichteten Sozialdemokraten (SPD), die in Berlin an der Macht sind, befürworten eine nationale Mietobergrenze. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass der Wohnungsmarkt von Region zu Region sehr unterschiedlich ist.