Chinese electric vehicles and charging infrastructure

Es ist jetzt sehr nötig, dass sich die deutschen Hersteller in China elektrisch und mit anderen Konzepten als zuvor positionieren. 2018 wurden in der Volksrepublik eine Million E-Autos verkauft – ein Plus von mehr als 50 Prozent. Obwohl Elektromodelle von Volkswagen, BMW und Daimler auch in China erhältlich sind, haben sie vom Boom fast nichts profitiert.Die chinesische Regierung will das Land zum Vorreiter bei E-Cars machen. Der Staat hat seit 2004 für dieses Projekt rund 50 Milliarden Euro ausgegeben. Beim Kauf eines E-Autos für Kunden standen bis Anfang des Jahres Belohnungen von bis zu 7.000 Euro zur Verfügung. Infolgedessen wurden landesweit auch 788.000 Ladestationen gebaut.

Diesen Zeitgeist will VW jetzt mit seinem E-SUV nutzen. In sechs Jahren wird jedes zweite neue Auto in China ein SUV sein. Dreißig Prozent davon würden elektrisch fahren, prognostiziert das Center of Automotive Management (CAM) der Universität Bergisch Gladbach. Es ist daher nicht überraschend, dass VW in Zukunft auf elektrische SUVs setzen wird – auch wenn große, schwere Autos und die Nachhaltigkeit der E-Mobilität tatsächlich in Konflikt geraten.

Für das deutsche Automobilgeschäft ist die E-Offensive unverzichtbar. China ist für den Erfolg deutscher Hersteller äußerst wichtig. BMW und Mercedes verkaufen rund 25 Prozent ihrer Neuwagen, Audi rund ein Drittel und VW knapp 40 Prozent. Deshalb stellte auch Mercedes einen e-SUV auf der chinesischen Messe aus. Die Markteinführung des EQC in Deutschland wird für Juni 2019 prognostiziert.