The Aachen Peace Prize

Dises Jahr wurde der Aachener Friedenspreis an den ukrainischen Journalisten Ruslan Kotsaba verliehen. Es wurde jedoch große Kritik darauf geübt. Experten aus der Ukraine und Menschenrechtsorganisationen äußerten sich in sozialen Netzwerken. “ Wir haben uns nicht vorstellen können, dass der Aachener Friedenspreis, der als geachtet und respektiert gilt, an einen Menschen verliehen werden könnte, der offen antisemitische Positionen einnimmt“, heißt es in einem Facebook-Beitrag zum Themenprojekt „Ukraine verstehen“ in Berlin Berliner Think Tank „Liberale Moderne.“

Ruslan Kotsaba hat zuvor beim ukrainischen Fernsehsender „112 Ukraine“ gearbeitet. Der 52-Jährige hat seine eigene TV-Sendung „NewsOne“. Beide Fernsehsender wurden wegen ihrer kritischen Haltung von ukrainischen Nationalisten mehrmals als „antiukrainisch“ kritisiert. Das Kiewer Parlament versuchte erfolglos, Sanktionen gegen diese Stationen zu verhängen. Der Aachener Verein meint dagegen, dass der Preis an Personen und Gruppen angegeben wird, die selbständig für Freiden kämpfen. „Die sich von unten und ohne politische und sonstige hochrangige Ämter für Frieden und die zivile Lösung von Konflikten einsetzen. Kotsaba tue dies in vorbildlicher Form, „meint ein Sprecher für den Verein. Auf der Verein Website heißt es „Ruslan Kotsaba hat den Mut, als Einzelner gegen den Krieg und für friedliche Lösungen einzutreten.“

Der Aachener Friedenspreis wurde erst 1988 eingerichtet. Durch den gleichnamigen Verein  wird es jährlich vergeben. Der Verein gehört rund 350 Personen und 50 Organisationen an. Darunter gibt es auch politische Partein wie die Grünen, SPD, sowie die Linken, Kirchen und Handelsgewerkschaften. Der Verein verleiht Preise an deutsche sowie ausländische Friedensaktivisten. Personen außerhalb des Vereins dürfen auch Preisträger empfehlen. Die Entscheidung wird durch Zwei-Drittel Mehrheit getroffen.