Social Democratic Party of Germany

Spekulationen lassen vermuten, dass Martin Schulz, der ehemalige SPD-Vorsitzende, schon vor Monaten den Verein „Tu was für Europa“ gegründet haben könnte. Aber die Entwicklung dauerte einige Zeit. Am Donnerstagabend startet Clubchef Schulz in Berlin mit der Kampagne „#myeurope“. Ziel der Kampagne ist es, pro-europäische Menschen zu mobilisieren. Der eigentlich „81 Prozent der Deutschen finden Europa gut“, meint Schulz. „2014 waren es nur 48 Prozent.“ Schulz fürchtet diesmal könnte es noch weniger sein. Er ist seit Wochen für seine Party im Land unterwegs.

Der 63-Jährige hat die Kanzlerkandidatur nicht bestanden und hat auch den Parteivorsitz verloren, er ist aber an der Kampagne beteiligt. Da die Partei unter seiner Führung in die Irre geführt wurde, dies wird angeblich als Grund dafür angesehen, warum Schulz nach einer Möglichkeit sucht, seine politische Macht auszuüben. Die ehemalige SPD-Vorsitzende will sich politisch beliebt machen. Mithilfe einer Website, soziale Netzwerke, sowie an Bahnhöfen, und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und anderen Unterstützern startet sein Verein nun verschiedene Initiativen, um die Identifikation und die emotionale Bindung an die europäische Idee zu erhöhen.

Neben ihm gehören die Grünenmitglied Franziska Brantner und der Fernsehmoderator Klaas Heufer-Umlauf zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Es gibt insgesamt sieben, es wird nicht mehr Mitglieder geben, meint Schulz. Der Fokus werde auf den Aktionen bleiben, sagt er. Schulz sagt, Sein Verein sei „explizit nicht parteipolitisch unterwegs.“Wir dürfen nicht nur über Europas Institutionen reden. Das ist zu verkopft. Wir müssen ein Gefühl schaffen, um die Leute zu erreichen, “ meint er.