cathedral Notre-Dame

Berlin wird beim Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame helfen. Deutschland könne beispielsweise Eichenholz für das ausgebrannte Dachgeschoss liefern, sagte Kulturministerin Monika Grütters (CDU) nach einem Treffen mit dem französischen Kulturminister Franck Riester.

Grütters machte es bekannt, dass in ihrem Ministerium mehr als 900 Angebote zur Hilfe eingegangen seien. Die Angebote sollten von Unternehmen, Experten und Privatleuten geben. Es wurde aber behauptet, dass es noch keine konkrete Vereinbarungen mit der französischen Seite gebe. Bei ihrer Aussage hat Grütters auch gemeint, dass sie dadurch den Deutschen nicht als „Besserwisser“ aufzeigen wolle. Während des Besuchs wurde Skepsis über das Plan des französischen Präsidenten Emmanuel Macron geübt. Laut dem Plan solle den Dom innerhalb von fünf Jahren wieder aufgebaut werden. Der Koordinator für Wiederaufbauhilfe in Deutschland hat jedoch darauf hingewiesen, dass eine Schadensanalyse durchgeführt werden muss, bevor überhaupt Aussagen über Kosten und Dauer des Wiederaufbaus gemacht werden können. Barbara Schock-Werner war von 1999 bis 2012 auch als Dommeisterin in Köln zuständig. Sie ist auch Kunsthistorikerin und Architektin. Es kommt auch darauf an, was man mit „fertig“ meint, sagte sie. In fünf Jahren könnte man den Innenraum mit einer Zwischendecke wieder nutzbar machen.

„Innen sieht es natürlich grauenhaft aus“, sagte Schock-Werner nach dem Besuch der Kathedrale. Berichten zufolge hängt es von der Dauer der Rekonstruktion ab, ob die Gewölbe erneuert werden sollten.“Der Architekt gibt zu, dass sie nicht wissen, ob die Gewölbe, die noch oben sind, wirklich da oben bleiben,”meint Schock-Werner.