German industries warn of escalation

Europäische Unternehmen sind vom aktuellen Handelskrieg zwischen China und den USA betroffen. Inmitten des Konflikts zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hat die deutsche Industrie vor einer weiteren Eskalation der Handelskonflikten gewarnt. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), sagt, „Der anhaltende Konfrontationskurs zwischen den USA und China gefährdet die Weltwirtschaft massiv.“ Dazu ergänzt er noch, dass Unternehmen nicht weiter investieren, wenn Geschäfte durch Zolle unterbrochen werden. Am vergangenen Freitag hatte Peking Sonderkonditionen für US-Produkte angekündigt. Dies geschah, nachdem die USA die Zölle auf chinesische Waren erhöht hatten. Berichten zufolge haben die Bundesregierung und führende Wirtschaftsforscher ihre Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr bereits deutlich gesenkt. Dies belastet die exportstarke deutsche Wirtschaft.

Aufgrund dieser Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump wird angeblich Widerstand unter US-Landwirten erfahren. US-amerikanische Produkte wie Soja in China unterliegen einer Lizenzgebühr von 25 Prozent. Dies sei seit fast einem Jahr so, heißt es in einem Bericht. Zwar sind keine neuen Zölle direkt auf landwirtschaftliche Erzeugnisse zu zahlen, doch mit ihnen gehe ein Preisverfall einher.

In der Zwischenzeit hat Trump nach der jüngsten Eskalation wieder moderatere Töne vorgeschlagen. Er war optimistisch, eine Lösung zu finden. Berichten zufolge strebt er ein Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping auf dem G20-Gipfel Ende Juni in Japan an.Chinas Außenminister Wang Yi sagte auf seiner Russlandreise, dass die Verhandlungsführer beider Länder „die Fähigkeit und die Weisheit hätten“, auf die vernünftigen Forderungen einzugehen und „letztendlich auf eine für beide Seiten vorteilhafte Win-Win-Situation zu reagieren.“