Closer cooperation between the EU and Japan

Der Fokus der Zusammenarbeit liegt auf Sicherheitsfragen, wirtschaftlicher Entwicklung und der Umwelt. Beide Partein wollen in der Welthandelsorganisation WTO zusammenarbeiten, um strengere Vorschriften für industrielle Subventionen zu treffen. Darüber hinaus wollen sie ihre Zusammenarbeit in den Bereichen, Umweltschutz, Sicherheit und Verteidigung ausbauen. Ein Flugsicherheitsabkommen sollte in diesem Jahr ​​bald unterzeichnet werden. Dies würde eine Zusammenarbeit bei der Zertifizierung von Flugzeugteilen oder Lizenzen für Flugbesatzungen ermöglichen. „Japan ist der engste Freund und Partner in Asien und wird es auch bleiben“, sagte EU-Ratsvorsitzender Donald Tusk.

Beide Seiten kündigten außerdem ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen an, das seit Februar in Kraft ist. Diese hat  auch die größte offene Handelszone der Welt geschaffen. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, die Zölle vollständig und andere Handelshemmnisse zu beseitigen, um das Wachstum anzukurbeln. Davon sollten die insgesamt 635 Millionen Menschen auf beiden Seiten profitieren.

Ob sich die EU und Japan bei den Bemühungen um eine Reform der WTO zusammenschließen können, ist die Frage. Dies sollte unter anderem, ein wirksames Vorgehen gegen wettbewerbsfeindliche Subventionen und Fälschungen ermöglichen. Auf dem G20-Gipfel der führenden Industrienationen in Osaka im Juni sollte die WTO-Reform ein wichtiges Thema sein. Japan und die EU schlossen sich auch in der Außenpolitik zusammen: Sie verpflichteten ihr Atomabkommen mit dem Iran, das von US-Präsident Donald Trump aufgehoben wurde, und forderten eine „vollständige, überprüfbare und unumkehrbare“ Abschaffung der Atomwaffen Nordkoreas und seines Raketenprogramms.

Abe machte sich inzwischen Sorgen über die unklare Situation beim Brexit. Ein unregulierter EU-Austritt aus Großbritannien muss „auf jeden Fall“ verhindert werden, sagte er. Bisher haben japanische Unternehmen das Vereinigte Königreich durch die EU-Mitgliedschaft als „Tor nach Europa“ genutzt und deshalb konnten in das Land investieren. Seine Regierung hofft, dass der Brexit „reibungslos“ ist. Mehrere japanische Unternehmen wie die Automobilhersteller Nissan und Honda haben aufgrund des Brexit bereits Produktions- oder Investitionskürzungen in Vereinigte Königreich angekündigt. Großbritannien sollte die EU bis Ende März verlassen. Das britische Unterhaus hat jedoch bereits dreimal mit der EU ausgehandeltes Rücktrittsabkommen abgelehnt.